Ernst K. Simader - Plan-Soll-Ist - Beispiele

Ernst K. Simader

Plan-Soll-Ist - Beispiele

Anhand einer vereinfachten Produktion bahnförmiger Güter (Karton, Papier, Folie...) können die Auswirkungen der Einflussgrößen, auf die Sollmenge, studiert werden. Diese Beispiele können außerdem im XBAP-Simulator geöffnet und betrachtet werden.

Plan = Soll = Ist

Es wird genau nach Plan produziert. Somit entspricht die Sollproduktion genau der geplanten Produktionsmenge und die tatsächliche Produktionsmenge stimmt mit der Sollmenge überein.

Plan = Soll = Ist
Start: Plan = Soll = Ist (Simulator)

Soll = Plan

Der geplante Sortenmix wird tatsächlich produziert. Die tatsächlich verfügbare Zeit entspricht den geplanten Werten. Somit entspricht die Sollproduktion genau der geplanten Menge. Da die Produktion besser läuft als geplant, übertrifft die Istmenge den Sollwert.

Soll = Plan
Fall 1: Soll = Plan (Simulator)

Ist = Soll

Die tatsächlich produzierte Produktpalette weicht vom geplanten Sortenmix ab. Weniger produktive Sorten werden produziert. Die verfügbare Zeit ist kleiner als geplant. Da diese Faktoren von der Produktion nicht beeinflusst werden können, ist die Sollproduktion kleiner als die geplante Menge. Da der Produktionsprozess genau wie erwartet verläuft, entspricht die Istmenge dem Sollwert.

Ist = Soll
Fall 2: Ist = Soll (Simulator)

Unterschiedliche Produktivität der Sorten

Geplant ist ein Sortenmix A:B von 30:70. Tatsächlich dreht sich das Verhältnis auf 70:30. Da Sorte A eine geringere Produktivität aufweist als Sorte B, sinkt die Sollproduktionsmenge. Weil bei der Herstellung von Sorte A weniger Ausschuss produziert wird als erwartet, kann die geplante Menge trotzdem erreicht werden.

Unterschiedliche Produktivität der Sorten
Fall 3: Unterschiedliche Produktivität der Sorten (Simulator)

Verfügbarkeit und Nutzgrad

Wenn die tatsächlich verfügbare Zeit kleiner ist als geplant, sinkt die Sollproduktion, da die Produktion auf die verfügbare Zeit keinen Einfluss hat. Ein geringerer Nutzgrad aufgrund längerer Ausfallszeiten hat dagegen keinen Einfluss auf die Sollmenge. Deshalb bleibt die Istmenge hinter der Sollmenge zurück.

Verfügbarkeit und Nutzgrad
Fall 4: Verfügbarkeit und Nutzgrad (Simulator)

Grammatur und Geschwindigkeit

Zwischen Grammatur und Geschwindigkeit besteht oftmals ein zusätzlicher Zusammenhang: Bei schweren Sorten kann die Anlage nicht so schnell gefahren werden als bei leichten Sorten. Deshalb kann der interessante Fall auftreten, dass die Sollproduktion steigt, obwohl die tatsächlich produzierten Sorten leichter sind als geplant. Im Beispiel wird die Sollgeschwindigkeit allerdings nicht erreicht. Deshalb ist die Istproduktion kleiner als der Sollwert.

Grammatur und Geschwindigkeit
Fall 5: Grammatur und Geschwindigkeit (Simulator)

Verschnitt und Ausschuss

Wenn die Formate der Kundenaufträge einen höheren Materialverschnitt verursachen als geplant, wird die Sollproduktion sinken. Eine höhere Ausschussproduktion fehlerhafter nicht verkaufsfähiger Ware hingegen geht zur Lasten der Produktion - die Istmenge sinkt.

Verschnitt und Ausschuss
Fall 6: Verschnitt und Ausschuss (Simulator)

Die produzierte Menge ist kleiner als geplant.

Wenn die Istmenge kleiner ist als geplant, heißt das nicht unbedingt, dass die Produktion schlecht gelaufen ist. Der Rückgang bei der Sollmenge ist auf eine geringere Verfügbarkeit der Anlage zurückzuführen. Der abweichende Sortenmix führt aufgrund der besseren Produktivität zu einem leichten Anstieg der Sollmenge. Die Istproduktion liegt sogar über der Sollmenge, weil weniger Ausschuss produziert wurde als erwartet.

Die produzierte Menge ist kleiner als geplant.
Fall 7: Die produzierte Menge ist kleiner als geplant. (Simulator)